Urlaub zum Nachlesen – Sommer 2010 mit Auto und Zelt über den Balkan nach Griechenland

Dieser Artikel:
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Die Reiseroute:
Österreich – Slowenien – Kroatien I (Zadar, Nin, Trogir, Sibenik) – Bosnien und Herzegowina (Mostar) – Kroatien II (Orebic, Korcula, Dubrovnik) – Montenegro (Kotor, Ulcinj, Budva, Vipazar [Shkoder-See]) – Albanien I (Kruje, Tirana, Elbasan) – Mazedonien (Ohrid, Sveti Naum, Struga, Bitola) – Griechenland I (Meteora, Igoumenitsa, Korfu [Paleokastritsas, Sidari, Korfu Stadt], Ioannina) – Albanien II (Ghirokaster, Sarande) – Griechenland II (Kato Alissos, Delphi, Diakofto, Kalavrita, Patras) – FÄHRE – Italien (Venedig, Udine) – Österreich

Tag 1:
Um 7.00 Uhr früh fuhren wir los Richtung Slowenien. Dort schafften wir es, ohne die zu teure Autobahnvignette nach Kroatien zu kommen. Auf den Wegweisern war jeweils die Autobahn als einzig mögliche Richtung angegeben und der Grenzort durchgestrichen, wir ließen uns davon aber nicht irreführen, sondern fuhren trotzdem in diese Richtung, was, wie sich herausstellte richtig war.
Das erste Mal in diesem Urlaub stellten wir das Zelt in Nin, Kroatien, auf (16.00 Uhr). Der Campingplatz liegt am Meer, man watet durch knöcheltiefes Wasser auf eine Sandbank und hat dort dann einen herlichen Strand.

Den Abend verbrachten wir in Zadar, um einen ersten Eindruck zu bekommen.

Tag 2:
Heute haben wir zuerst Nin, dann Zadar besichtigt.

Auf der Fahrt nach Trogir „hustete“ das Auto, was uns dazu veranlasste, einen Campingplatz auf dem Weg in Sibenik zu nehmen. Da die Ford-Werkstätten laut Internet schon um 16.00 Uhr zusperrten, verbrachten wir den Abend am Campingplatz, kochten und spielten gedanklich die Szenarien durch, die uns das Auto bescheren könnte.

Tag 3:
Unser Wecker wollte, dass wir ausschlafen. Wir wollten um 8.00 Uhr bereits bei „Ford Alan“ in Sibenik sein, weil das Auto ruckelte und zuckelte. Nach einem Blitzfrühstück und ausgiebiger Suche (Erkenntnis des Tages: in Geschäften, in denen Druckerpatronen verkauft werden, werden keine Autos repariert) fanden wir schließlich eine größere Ford-Werkstäte, die uns in 2 Stunden das Auto wieder fahrtüchtig machte.
So konnten wir bereits zu Mittag Richtung Trogir aufbrechen, auf der Küstenstrasse, auf der wir zum Relaxen am Strand Halt machten. Trogir, das wir auch 2007 auf der Hochzeitsreise besucht hatten, fotografierten wir auch dieses Mal wieder (2007 haben wir unabsichtlich die Fotos vom halben Urlaub gelöscht).

Tag 4:
Es ging weiter in den Süden, zuerst überquerten wir wieder einmal eine Grenze, und zwar jene nach Bosnien und Herzegowina, denn wir wollten Mostar wieder besuchen.

Es ist eine wirklich schöne, alte Stadt, von Moscheen und der eindrucksvollen, berühmten Brücke geprägt. In den Gassen der Altstadt findet man allerlei Dinge und Essbares angeboten, auch wir genossen einen Kaffee mit Sicht auf die Brücke und den Fluss, in den von vielen Metern junge Männer ihren Mut zusammen nehmen und einige Meter in die Tiefe springen…

Tag 5:
Nach einer schlaflosen, weil gewittrigen Nacht, waren wir vorerst unschlüssig, wie wir den Tag verbringen sollten, auch weil das Wetter etwas unbestimmbarer war als die übrigen Tage. Also spazierten wir mal eine Runde, aßen etwas und verbrachten die restliche Zeit am Strand (Orebic).

Am Abend statteten wir der Nachbarinsel Korcula einen Besuch ab – wer in der Gegend ist, kann das nicht auslassen.

Tag 6:
Heute fuhren wir nach Dubrovnik. Der Campingplatz, der am Hügel oben in der Stadt liegt, war uns zu teuer (um den Preis hätten wir auch Zimmer nehmen können), deshalb schlugen wir unser Zelt im nicht weit entfernten Mlini auf. Mit dem Bus fuhren wir nach Dubrovnik, auch die Stadtmauer ließen wir nicht aus (student discount – das letzte Mal ;).

Den Abend verbrachten wir nach einem kleinen Einkauf am Campingplatz – Cous Cous mit Champignon, Wein, Nachspeise… so lässt sich’s leben.

Tag 7:
Heute wieder ein Stückchen in den Süden. Auf dem Weg nach Kotor (Montenegro) machten wir einen Abstecher nach Perast (Montenegro), ein netter kleiner Ort, von wo aus man mit dem Bott auf zwei Mini-Inseln fahren könnte.
In Kotor besichtigten wir die Katholische Kathedralkirche Sveti Tripuna aus dem 12. Jh., die uns ebenfalls schon 2007 derart gut gefallen hatte, von der wir aber ebenfalls ob des Foto-Missgeschicks keine eigenen Fotos hatten.

Unser nächstes Ziel war der Campingplatz „Tropicana Beach“ (klingt verheißungsvoll) in der Nähe von Ulcinj – wir stauten dort lange Zeit (Montenegro an der Küste ist viel zu schnell in Richtung Tourismus gewachsen!), bis wir schließlich herausfanden, dass der – naja nennen wir es – „Campingplatz“ aus einem Wohnwagen mit der Aufschrift „Rezeption“ und ein paar Annehmlichkeiten für die täglichen Bedürfnisse bestand. Dafür entlohnte uns der Strand – ein Traum…

Tag 8:
Faulenzer-und-Genießer-Tag. Nach einem Frühstück am Campingplatz blieben wir beim Campingtisch sitzen und lasen beide unsere Bücher weiter. Erst am Nachmittag gingen wir die paar Meter über die Sanddüne zum Strand, wo wir für das Aufstannen (!) des Schirmes 2 EUR bezahlten. Ich fand das etwas komisch, aber der Student, der seinen Job dort machte, erklärte uns, dass das Grundstück (der Strand) privat seien und er für seinen Chef (den Grundbesitzer) für jeden aufgespannten Schirm 2 EUR eintreiben muss… abgespannt hätte das Liegen nichts gekostet… Am Abend dann ein bewährtes Urlaubs-Essen: Thunfisch-Risotto. Am Abend gaben wir uns wieder unseren Büchern und ein paar Spielen hin (Würfel-Poker, Schnapsen)

Tag 9:
Der Besuch von Ulcinj war wieder einmal mit Stau verbunden (wann staut es da nicht?).
Die halb verfallene Altstadt ist nicht wirklich sehenswert, der Strand schon eher (weil die Schirme so dicht sind ;).
Am späten Nachmittag stauten wir uns wiederum durch Ulcinj, um nach Budva zu fahren. Diese Stadt ist ein gutes Beispiel für den überlaufenen Küsten-Tourismus Montenegros, Geschäft neben Geschäft, Stand neben Stand, Lokal neben Lokal, dazwischen erhascht man einen kurzen Blick aufs Meer… Die Altstadt, die sich innerhalb einer Mauer befindet, ist schön, millionenfach fotografiert, gibt aber nicht so viel her, wie wir vemutet hatten.

Tag 10:
Die erste Schildkröte in freier Wildbahn, die uns begegnet ist. Wir waren unterwegs nach Vipazar, das am Shkoder-See liegt. Gleich am Ortsrand im ersten Hotel (Pelikan) kann man Bootsfahrten auf dem See, der ein Naturparadies ist, buchen. Das taten wir und waren 2 Stunden unterwegs. Vögel, Seerosen, Schilf und vieles mehr sahen wir aus nächster Nähe und fotografierten auch fleißig, auch die „Gefängnisinsel“, die lange genutzt wurde.

Tag 11:
Unsere heutige Tagesbilanz: 1 Schildkröte, 4 Esel, 6 Pferdefuhrwerke, 10 Kühe in Begleitung 2 Schafe – und das natürlich auf der Straße ;) Wir waren auf dem Weg von Ulcinj (Montenegro) nach Ohrid (Mazedonien). Dazu durchquerten wir Albanien. Die Granzwartezeit mit einer halben Stunde war bescheiden. Erschütternd war die Tatsache der bettelnden Zigeunerkinder an der Holzbrücke von Shkoder. Sie hängten sich aufs langsam fahrende Auto, küssten es und durchsuchten mit ihren Blicken das Auto. Über Süßigkeiten, Kaugummi und Tic Tac freuten sie sich riesig…
Die vielen Baumaterial-Händler am Straßenrand ließen in uns die Vermutung entstehen, dass viel im Aufbau war. Wir besuchten auf der Fahrt Kruje, früher die Wiege der Nation, wo sich in einer Burg ein Museum befindet, das dem Nationalhelden Skanderbeg gewidmet ist.

Im Basar kauften wir handgemachte Olivenholzschüsseln. Wir lernten die AlbernierInnen als sehr vornehme, zurückhaltende, feine Leute kennen, unaufdringlich, freundlich und hilfsbereit.
Wir mussten auf unserer Route durch die Hauptstadt Tirana, eine wirklich lebhafte Stadt, in der das fahren auf 5-spurigen Straßen ohne Spurlinien eine wirkliche Herausforderung war. Es wurde für uns sichtbar, wie groß die Armut teilweise ist, auch die Häuser am Stadtrand vermittelten diesen Eindruck.
Dann kam der mühsamste Streckenabschnitt. 30 km Bergstrasse – landschaftlich wunderschön, fahrtechnisch anstrengend. Ab Elbasan gings endlich wieder flotter, nur der Hunger ließ uns noch einmal Halt machen in einem netten Restaurant am Straßenrand. Es war nicht mehr weit bis nach Mazedonien, an der Grenze alles problemlos und dann: Der erste Blick auf den Ohrid-See. Während die Sonne unterging, fuhren wir die letzten 35 km zum Campingplatz.
Resümee: Albanien ist sehenswert, schön, die Menschen wirklich liebenswert, auch die Polizeitkontrolle unterwegs bestätigte nicht die Voruteile, die manche europäische TouristInnen haben, dass man überall abgezockt würde.

Tag 12:
Überraschung am Morgen: Wir hatten das Zelt in der Finsternis so aufgestellt, dass ein belgisches Paar nicht mit ihrem Wohnwagen ausfahren konnte. Also tauschten wir die Plätze, begossen diesen Deal mit Slibowitz und badeten noch eine Weile am Strand des Ohrid Sees.

Nach Mittag fuhren wir nach Sveti Naum, ein Kloster, das ebenfalls am See liegt und für die frei herumlaufenden Pfaue bekannt ist.

Tag 13:
Wir besichtigten Felsenkirchen (Hl. Michael) und danach kurz Struga, denn wir wollten endlich nach Ohrid – in die Stadt, fanden einen perfekten Parkplatz und flanierten dann durch die keineswegs rechtwinkligen Strassen und Gassen. Leider sperrte die Sophien-Kathedrale erst um 17.00 Uhr wieder auf, deshalb besichtigten wir erst mal die anderen Teile der Stadt – unter anderem auch die neue (alte) Kirche des Hl. Klement – der vorläufige Höhepunkt des Tages.
Leider durften wir dann um 17.00 Uhr die Sophien-Kirche nicht besichtigen, weil wir nicht „properly dressed“ waren – kurze Hose, keine Ärmel usw…

Als Abendessen ließen wir uns eine der berühmten „Ohrid-Forellen“ aus dem See schmecken.

Tag 14:
Wir geben nicht auf. In der Früh fuhren wir nochmals nach Ohrid, um endlich die Sophien-Kathedrale von innen zu besichtigen. Diesmal mit erfolg, properly dressed, sogar gratis, weil wir schon eine Viertelstunde gewartet hatten. Wir bewunderten die 1000 Jahre alten Fresken für 5 Minuten, bis eine Reisegruppe aus Italien ihrem Land und den dort üblichen Redelautstärken alle Ehre machte.
Schließlich erledigten wir auch noch die Frankierung der am Vortag geschriebenen Postkarten und machten uns dann auf den Weg in die Euro-Zone, genauer Griechenland. Nach einem Stopp in Bitola, das alle Sehenswürdigkeiten auf engstem Raum vereint (Uhrturm, Moscheen, Basar [Basar?], Kirche), waren wir um ca. 14.00 Uhr in Griechenland. Das deutlichste Erkennungszeichen dafür waren die Straßen, auf denen wir wieder bis zu 140 km/h fahren konnten. Abends erreichten wir ziemlich erschöpft den Campingplatz in Meteora.

Tag 15:
Heute machten wir uns endlich auf zu den berühmten Meteora-Klöstern. Diese 6 orthodoxen Klöster zeichnen sich neben den beeindrucken ikonenbestückten und –bemalten Kirchen vor allem dadurch aus, dass sie hoch oben auf steil aufragenden Felsen gebaut sind, fast wie ein i-Tüpfelchen auf einem hunderte Meter langem „I“.

Eines der 6 Klöster hat für BesucherInnen immer geschlossen, abwechselnd nach Wochentagen. Also wäre es uns möglich gewesen, 5 zu besichtigen. Allerdings nahmen wir uns dann nur Zeit für 2, weil 2 andere derart steile Anstiege hatten, dass wir in der Mittagshitze gerne darauf verzichteten. Aber die beiden, die wir besichtigt hatten (St. Stephan und Varlaam), waren es allemal wert – spürbar heilige Orte, deren Gründerväter wie Heilige verehrt werden. Je später es wurde, desto mehr menschen drängten sich die Wege zu den Klöstern hoch, wir taten gut daran, unsere Besichtigungen am Vormittag zu unternehmen.
Wir machten uns auf den Weg nach Igoumenitsa, um dann von dort aus mit der Fähre nach Kerkira (=Korfu) zu fahren. Wir waren etwas verwundert über die doch etwas hohen Preise (EUR 9 pro Person und EUR 38 fürs Auto).
Um 19.30 Uhr waren wir dann am Campingplatz in Paleokastritstas, sehr schön gelegen – ein Olivenhain, der terassenförmig angelegt ist und großzügige Plätze bietet.
Am Abend, als wir in den „Ort“ gingen, stellten wir fest, dass die Krise in Griechenland, auch der Streik der Tankwagenfahrer, bewirkt hatte, dass nur sehr wenige Touristen die vielen Bars und Lokale nutzten – es war uns fast ein bisschen ZU ausgestorben – schließlich ist Korfu doch ein normalerweise sehr beliebtes Reiseziel.

Tag 16:
Heute, an unserem Hochzeitstag, wollten wir etwas Romantisches machen.
Nach einem gemütlichen Frühstück fuhren wir nach Sidari, um den „Canal d’Amour“ zu besichtigen. Hat schon was, wir fotografierten ausgiebig.

Die eigentliche Attraktion Sidars sind allerdings die vielen, vielen BritInnen – alles very british hier! English Breakfeast an jeder Ecke, britische Fahnen, typische BritInnen usw…
Im Nachbarort verbrachten wir dann den Nachmittag – wunderschöne Kreidefelsen, an die 100m hoch, kleine Sandstrände mit wenig Leuten – für diesen Tag sehr perfekt. Wir genossen es…
Am Abend waren wir dann fein essen, spazierten am Rückweg mit „Herzerlbrille“, die wir von Johannas und Flames’ Hochzeit mitgenommen hatten und ließen den Tag an einer Poolbar mit Cocktails ausklingen…

Tag 17:
Wäsche waschen in Sidari („1 Hour Laundry“). Irgendwann muss es sein. Eigentlich kamen wir nur auf diese Idee, weil unser Campingplatz leider mit keiner Waschmaschine ausgestattet war… es war eine wirklich gute Idee. Uns kamen 10 EUR für einen Korb Wäsche etwas teuer vor, ABER: Die Wäsche war nach einer Stunde trocken, gut riechend und zusammengelegt – und zwar von einem jungen, netten Mann, der sichtlich Freude an seiner Arbeit zu haben schien. Katharina hatte auch nicht damit gerechnet, dass alles faltenfrei und zusammengelegt sein würde, deshalb hatten wir richtigen Spaß, als wir die Wäsche abholten ;)

Am Nachmittag dann fanden wir in der Nähe noch einen der schönsten Sandstrände, die wir je gesehen hatten, fast ausschließlich von GriechInnen genutzt, mit türkisem Meer.
Wir kochten uns am Abend Palatschinken – sauer und süß gefüllte.
Als wir nochmals über den Mann in der Wäscherein nachdachten, waren wir uns einig: Da wir schon länger auf der Suche nach einem „Reisebuttler“ („James“) waren, schien uns dieser Mann perfekt. Ja, man soll das Träumen nicht aufgeben ;)

Tag 18:
Korfu Stadt.

Wir besichtigten Rathaus, Kathedrale, Esplanade, Festung. Der Weg bis zum „Gipfel“ der Festung war relativ anstrengend. Dann bummelten wir noch durch das alte Korfu mit den engen Gassen, kauften ein paar Flaschen der Inselspezialität (Kumquat-Likör aus Babyorangen) und fuhren dann wieder zum Campingplatz. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir am Pool und kochten uns zum Abendessen leckere mediterrane Fischpfanne. Das Kochen im Urlaub ist immer ein besonderer Genuss, weil einfach für alles Zeit ist und aus relativ einfachen Zutaten sehr köstliche Speisen zu zaubern sind…

Tag 19:
Heute verließen wir Korfu wieder. Vor der Rückfahrt aufs Festland mit der Fähre machten wir noch einen Abstecher zum Archilleon, das Schloss der österreichischen Kaiserin Sisi auf Korfu.

Gerade noch rechtzeitig vor dem Touristenansturm hatten wir einige persönliche Erinnerungen an Sisi gesehen im Museum.
Also auf mit der Fähre zurück nach Igoumenitsa, von wo aus wir nach Ionannina weiterfuhren, unser Zelt am See dort aufzuschlagen – herrlich! Das Wachfigurenmuseum in Ioannina, das wir gerne besucht hätten, hatte geschlossen. Leider für immer.

Tag 20:
Ausflug nach Albanien. An der Grenze warteten wir relativ lange (1h 10Min). Dann endlich wieder Albanien – wir mögen dieses Land mittlerweile wirklich gerne. Unser Ziel war die Stadt Ghirokaster, eine Stadt, die vieles vereint: verfallene Dächer und Häuser, eine (gut erhaltene) Festung, Touristengeschäfte, Tavernen und Hotels… manche Häsuer sind dort traditionell mit Steinen gedeckt – sehr schön anzusehen.

Zu Mittag aßen wir köstlichen Hamburger (a Wahnsinn! Sooo guat – und sehr sehr billig) und fuhren dann weiter in die Urlaubs-Strandstadt Sarande. Die Hitze setzte uns einigermaßen zu, wir hatten auch zu wenig getrunken…
Wir wollten noch nach Butrint, eine archeologische Stätte, die sehr sehenswert sein dürfte. Der Konjunktiv verweist in diesem Fall auf einen Zustand der Straße, der uns nach ca 2 km dazu veranlasste, umzudrehen.
An der griechischen Grenze, die wir noch vor dem Einbruch der Dunkelheit erreichen, tankten wir noch einmal in Albanien (Spritpreis gut 1 EUR, in Griechenland ca. 1,45 EUR) und fuhren dann zurück nach Ionannina. Der Campingplatzbesitzer fragte uns, wie’s war – und wir grinsten ihn an und sagten: „Schön.“

Tag 21:
Den Tag ließen wir langsam angehen, wir frühstückten gemütlich am See und machten uns dann auf, um noch weiter in den Süden zu fahren. Knapp 300 km nach Kato Alissos (bei Patras) bewältigten wir relativ schnell, beeindruckend ist die relativ neue Brücke auf den Pelopones, auch der Preis, um sie benutzen zu dürfen (EUR 12,20).

Wir bezogen wieder den selben Platz am Capmingplatz wie 2008 und fuhren sofort los nach Kalogira, an den Strand, den wir schon kannten und der uns in sehr guter Erinnerung ist, weil er wunderschön ist, breiter Sandstrand auf 12 km Länge.

Tag 22:
Heute wollten wir von Diakofto (oder Diakopto) mit einer touristischen Eisenbahnlinie (Rack Railway) nach Kalavrita fahren. Der Weg sollte das Ziel sein – durch eine Schlucht hinauf. Leider waren für diesen Tag alle Tickets verkauft, also kauften wir gleich für den nächsten Tag die Tickets.
Da wir nun unseren Plan ändern mussten, fuhren wir in das ca 120 km entfernte Delphi, das wir 2008 auf unserer Griechlandreise ausgelassen hatten. Dazu überquerten wir den Golf von Korinth mittels Fähre – von Egio nach Agio Nikolao.
Die Ausgrabungsstätte liegt an einem Berghang, das beeindruckendeste war unserer Meinung nicht der Apollo-Tempel, sondern das wunderbar erhaltene antike Stadium, wo es noch die Sitzplätze zu sehen gab (im Gegensatz zu Olympia).

Auch die herrliche Aussicht auf die Landschaft rundum war toll. Im Museum kühlten wir uns dann dank der Klimaanlage wieder auf „Normaltemperatur“ ab. Als Student bekam ich natürlich Gratis-Eintritt ;)

23. Tag:
Aber Heute. Mit der Rack Railway von Diakofto nach Kalavrita. Am Weg dorthin kamen drauf, dass wir die Digitalkamera vergessen hatte. Aber wir hatten eine Idee: wir suchten nach einer Einweg-Kamera, fanden auch eine und konnten so die beeindrucke Strecke durch die Schlucht hinauf und hinunter festhalten. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir wieder am Strand in Kalogria…

24. Tag:
Der vorletzte Tag in Griechenland. Ein richtiger Strandtag. Wir bauten eine coole Sandburg, fluteten diese mit Meerwasser und fotografierten das Ganze natürlich ausgiebig, bevor sich das Wasser den Platz eroberte, an dem wir die Burg gebaut hatten.

Bis am Abend begegneten wir auch einigen „Nuscheln“ am Strand (was liegt am Strand und ist schwer zu verstehen?).
Der letzte Abend am Campingplatz…

25.Tag:
Die letzte Nacht im Zelt. Heute das letzte Mal am Strand. Auschecken am Campingplatz. Wir durften unser Zelt und alles noch stehen lassen – und kochten uns leckere Eierspeise zum Frühstück.

In Patras kauften wir noch eine neue Füllung für die Capming-Gas Kartusche, wirklich ein Wahnsinn wie hoch die Preisunterschiede da sein können (Baumarkt Österreich: EUR 24, Patras, Griechenland, EUR 6).
Den Nachmittag verbrachten wir das letzte Mal am Strand, hatten viel Spaß und berechneten so Daumen mal Pi, wann wir aufbrachen mussten, um rechtzeitig im Hafen zu sein, von wo die Fähre nach Venedig um 23.59 Uhr abfuhr.
Alles klappte perfekt, wir aßen ein paar Vorspeisen im Restaurant am Campingplatz, nachdem wir gepackt hatten, waren um 21.00 Uhr im Hafengebäude, um die Tickets abzuholen, gingen (fuhren) an Board und legten pünktlich ab. Ein wunderbarer Schlafplatz an Deck sollte uns gut tun während der 33 Stunden Überfahrt. Wir verbrachten viel Zeit mit Würfeln, Schnapsen und Lesen und kamen dann am

27. Tag
Relativ ausgeruht um 8.30 Uhr (Zeitverschiebung!) in Venedig an. Bis wir den Hafen verlassen konnten, vergingen noch eineinhalb Stunden. Wie auch 2008 verbrachten wir noch gut 2 Stunden in Venedig, besichtigten den Markus-Dom und waren beeindruckt von so viel künstlerisch verarbeitetem Blattgold.
Die 550 km nach Hause schafften wir in ca. 6 Stunden und waren um 19.30 Uhr daheim.

Nach einer so langen Reise waren wir dankbar für alles, was wir erleben und genießen durften und bedankten uns bei unseren Nachbarn mit einem Fläschchen Kumquat-Likör aus Korfu für ihr Mit-Betreuen unserer Wohnung und unseres Gartens. Ein langer Tag und ein langer Urlaub klang auf der Terasse wieder daheim aus…

Veröffentlicht am 25. August 2010 in Ereignisse, Urlaub und mit , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 4 Kommentare.

  1. Vielleicht kannst du noch kurz schrieben, wie viel man in der Regel für eine Nacht auf einem Campingplatz bezahlen muss?

  2. Ein sehr lesenswerter Reisebericht. Anstrengend aber mit Sicherheit unvergesslich. Freut mich, dass ihr unserer Lieblingsinsel Korfu auch einen Besuch abgestattet habt.

    • Anstrengend teilweise, wir haben uns ja für alles Zeit genommen. Korfu war schön, das Reisehighlight für uns war allerdings Albanien. Lg, Andreas

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