Autoverlängerung

Ein langer Weg zur Arbeit verlangt immer wieder mal eine kleine Pause. Besonders gerne bleibe ich stehen, wenn ich Kuriositäten entdecke, wie diese hier.
Falls mal zu wenig Platz im Auto sein sollte, nicht verzagen, sondern vielleicht einen Mechaniker fragen. Eventuell bekommt es der Handwerker ihres Vertrauens ja hin?

Veröffentlicht unter Humor, Bild, Persönliches, Lifestyle | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare

Kompetenzorientierter Unterricht

Explain this!


So werden zukünftige Maturafragen aussehen…
(via @georgholzer)

Veröffentlicht unter Schule, Theologie & Kirche | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Soziale Netzwerke und Real-Life

Irgendwo habe ich einmal „aufgeschnappt“, dass ein durchschnittliches Blog (Weblog) ca. 10.000 mal angeschaut wird pro Jahr. Dass ich dieses Faktum ohne Quelle angebe, ist schon ein Hinweis auf eine (Netz)Realität. Mit (geistigem) immateriellem Eigentum wird anders umgegangen. Denn durch das teils 1000-fache „Sharen“ – Teilen – von Inhalten verändert sich Kommunikation, sowohl wegen der Fülle an Informationen als auch wegen der deswegen notwendigen und unausweichlichen Filterung, die gleichzeitig eine Veränderung bedeutet. 10.000 Blog-Aufrufe im Jahr, davon bin ich ein Stückchen entfernt, weil ich schon seit April 2009 blogge, aber die Klickraten haben sich vermehrt.

Vernetzte Welt

Bild: Gerd Altmann/moshxl.de / pixelio.de


Die Möglichkeit, frei im Internet zu publizieren und zu erfahren, dass sich andere Menschen, auch aus anderen Ländern, für die eigenen Inhalte interessieren oder vielleicht sogar davon profitieren, finde ich gut. Aber nicht nur der „Mehrwert“ für andere steht bei einem Auftritt im Internet im Vordergrund. Mich selbst darzustellen, meine Präsenz im Internet selbst in die Hand zu nehmen und nicht anderen zu überlassen, gehört für mich als nicht nur real-personal vernetzter Mensch dazu. Meine Profile auf Facebook, Twitter, Google+ und anderen Diensten geben mir Möglichkeiten in die Hand, die ich gerne nutze.

Seit Beginn meiner intensiven Internet-Nutzung habe ich manches dazugelernt.

Beim Einstieg in die sozialen Netzwerke wie StudiVZ, Facebook und Twitter war ich einerseits restriktiver, was Privatsphäre(einstellungen) angeht, andererseits haben private Inhalte dominiert. Dieses Verhältnis hat sich, durch eine (versuchte) professionellere Handhabung dieser Dienste, verändert. Inzwischen filtere ich gezielter, wähle sorgfältiger aus und beobachte genauer, wie andere auf mein Verhalten und das Verhalten anderer reagieren. Nachrichten aus dem „sehr persönlichen“ Bereich habe ich reduziert.
Für mich geht die große Faszination sozialer Netzwerke davon aus, dass sie sich wechselseitig beeinflussende Kommunikation auf vermischter digital-realer Ebene mit gegenseitiger Restriktion und Filterung der Inhalte darstellen. Das hab ich nun etwas protzig wissenschaftlich formuliert, aber es fasst gut zusammen, was ich mag. Der besseren Übersichtlichkeit halber hier meine Beobachtungen in Listenform:

Kommunikation (auch) in sozialen Netzwerken heißt:

1. Vermischung der digitalen und (ebenso gefilterten) realen Ebene menschlicher Kommunikation (es ist meiner Meinung nach ein Irrtum, zu glauben, dass real-menschliche Kommunikation ungefiltert passiere. Außerdem ist auch Firmen- bzw. Marken-Kommunikation immer noch menschliche Kommunikation).
2. Vermischung der digitalen und realen Interaktion (etwa durch Informationen über Veranstaltungen, die ich entweder ohne reale oder ohne digitale Beziehungen nicht wahrgenommen und eventuell besucht hätte).
3. Die wechselseitige Beeinflussung des digitalen und realen Verhaltens durch das jeweils andere (beispielsweise ein Blogbericht über meinen ernst gemeinten Vorsatz, das Rauchen aufzugeben als sich digitales Rückversichern, Bestätigen und Verfestigen des realen Vorhabens).
4. Die Einflussnahme von persönlichen (digialen oder realen) Erfahrungen auf das digitale oder reale Verhalten (so wie beispielsweise die Wahrnehmung und Einflussnahme von Zustimmung – „Likes“ bzw. „Lob“ – auf zukünftiges Verhalten).
5. Und es gibt noch viele weitere Elemente des Zusammenwirkens und Sich-Gegenseitig-Beeinflussens von realen und digitalen sozialen Netzwerken.

Was heißt das ganz konkret?

1. Durch meine (Inter-)Aktionen in sozialen Netzwerken habe ich meine realen Netzwerke vergrößert und umgekehrt.
2. Zuerst Privates (Facebook-Nutzung) spielte plötzlich auch beruflich eine Rolle (Betreuung eines Facebook-Accounts).
3. Es gibt mir ein gutes Gefühl, öffentlich zu meinen Überzeugungen zu stehen (Meinungen in Blog-Einträgen, Foren, Profilen) und diese auch verändern zu dürfen/können.
4. Ich mag es, mir ein (gefiltertes, aber neutraleres und mehrdimensionaleres) Bild von Organisationen und Personen machen zu können.

Fazit:

Ich halte es für sinnvoll und für manche Bereiche der Berufswelt notwendig, sich sozial-medial zu beteiligen, und sei es nicht aktiv, dann zumindest als Konsument. Denn die klassischen Medien (Radio, Fernsehen, Zeitung, Bühne) halten nicht mehr genug Informationen bereit, um sich ausreichend zu „bilden“ (ich verwende dieses Wort hier absichtlich anstatt „informieren“).

Unbeschadet all dessen bin ich fest überzeugt, dass die wichtigsten Informationen nur von Herz zu Herz ausgetauscht werden können – denn die Sensorik des Herzens und des Gewissens sind größtenteils untrügerisch.

Veröffentlicht unter Social Media, Kommunikation | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Neulehrer-Impressionen

Eigentlich wollte ich in diesem Eintrag über all das sudern, was mir in den letzten Wochen seit Schulbeginn passiert ist. Und da gäbe es eine ganze Menge, das mich herausgefordert, aufgeregt und auch amüsiert hat. Aber jetzt habe ich mich … Weiterlesen

Mehr Galerien | | Hinterlasse einen Kommentar

UTZ CERTIFIED – ein guter Schritt oder der Versuch, Fairtrade- und Biostandards zu unterlaufen?

In der aktuellen Balisto Fernseh-Werbung wird mit dem UTZ Siegel geworben. Dieses bisher eher unbekannte Siegel soll „nachhaltiges Naschen“ garantieren. Bei der Recherche über die Kooperationspartner lassen die offiziellen Kakao- und Kaffeepartner wie Nescafé, McDonalds oder Lidl aufhorchen. Denn wie … Weiterlesen

Mehr Galerien | | Hinterlasse einen Kommentar

Rumänien, Bulgarien, Griechenland 2011 mit Auto und Zelt

Diese Galerie enthält 1 Foto.

Für die vielen Reise- und Campinginterresierten schreiben wir wieder einen Bericht über unsere Tour durch Rumänien, Bulgarien und Griechenland mit hoffentlich auch einigen nützlichen Infos. Die Route: Rumänien: Temeswar/Timisoara – Baile Herculane – Hermannstadt/Sibiu – Schäßburg/Sighisoara – Kronstadt/Brasov – Bran … Weiterlesen

Mehr Galerien | | Hinterlasse einen Kommentar

EHEC-Fälle in Deutschland

Aktualisierte Karte:

http://static.apps.welt.de/2011/ehec-infografik/embed/

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Dumdidldu oder die Kraft der Poesie

Haiku: Angekommen hier Schlierbach so fern von daheim Und draußen der Schnee Ein Haiku ist eine Textgestaltungsmöglichkeit, kommt aus Japan und wird dort fast als Wettbewerb praktiziert. Eine Möglichkeit ist 5-7-5. Das heißt, 5 Silben in der ersten Zeile, 7 … Weiterlesen

Mehr Galerien | | Hinterlasse einen Kommentar

Elternführerschein, what’s next?

Der Fall Kampusch, das Inzestdrama von Amstetten, der zu Tode missbrauchte Luca und jetzt der Fall Cain. Der Lebensgefährte der Mutter soll den 3jährige zu Tode geprügelt. Und wieder einmal – so wie bei den anderen Verbrechen – haben die Behörden scheinbar versagt. Wer ist Schuld am Tod von Cain – und wer schützt unsere Kinder?

so lese ich am 26.1.2010 auf der Blog-Seite des TV-Senders ATV. Einmal abgesehen von den grammatikalischen Fehlern dieser Einleitung, die scheinbar in aller Eile hingetippselt wurde – wie überlegt ist eine doch relativ ernst gemeinte Diskussion um einen „Elternführerschein“?

Missbrauchte und getötete Kinder schreien zum Himmel. Und hier haben einzelne (Freunde, Eltern, Nachbarn) oder auch Kollektive (Behörden, Politik) scheinbar versagt. Aber worin liegt dieses Versagen?

Die scheinbar einfachste Lösung ist eine klare und eindeutige Schuldzuordnung, wie sie bekannt ist im so genannten „Sündenbock-Mechanismus“: Wir finden einen, der schuldig geworden ist, wir verurteilen ihn und dann haben wir 1. ein Problem gelöst und 2. fühlen uns selber besser, weil selber nicht schuldig.

Eine klug klingende Variante eines Lösungsversuches bei schutzlosen Kindern, die zu Schaden oder ums Leben kommen, heißt „Elternführerschein“. Um als Elternteil Kompetenz vorweisen zu können, müsste man dann die elterlichen „Fähigkeiten“ bescheinigen lassen. Was wäre damit gewonnen?

Wahrscheinlich ein paar Arbeitsplätze, die so ein System verwalten und exekutieren (denn sonst ist es ohnehin sinnlos), Eltern, die sich als Menschen entmündigt oder verarscht fühlen, und nicht weniger misshandelte Kinder oder tote Kinder als bisher. Warum? Weil es nicht elterliches Fehlverhalten ist, sich gegenüber „Schwachen“ falsch zu verhalten, sondern menschliches.

Was wäre daher eine sinnvolle Variante eines Lösungsversuches?
Meiner Meinung nach Menschenbildung, Stärkung von menschlichen Kompetenzen, wie das beispielsweise im schulischen konfessionellen Religionsunterricht passiert oder durch LehrerInnen, ErzieherInnen, die neben ihren fachlichen Qualifikationen auch soziale Kompetenzen weitergeben. Und, Hand aufs Herz: warum sind manche Eltern frustriert und haben für sich und ihre Kinder keine Perspektiven? Nicht weil sie schlechte Menschen sind, sondern weil das Diktat der Wirtschaft über die Politik die Rahmenbedingungen für menschenwürdiges Sozialleben zusehends verschlechtert oder in Teilbereichen auch verunmöglicht.

Elternführerschein, was käme als nächstes? Schriftliche Denkanleitungen, verwaltete Blödheit? Oder doch eine Politik, die nicht auf Meinungsumfragen beruht, sondern sich traut, über den nächsten Wahltermin hinauszudenken?

Veröffentlicht unter Politik & Gesellschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte …

von Jorge Luis Borges (1899-1986)

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte,
im nächsten Leben würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht so perfekt sein wollen,
ich würde mich mehr entspannen,
ich wäre ein bisschen verrückter, als ich es gewesen bin,
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen,
ich würde nicht so gesund leben,
ich würde mehr riskieren,
würde mehr reisen,
Sonnenuntergänge betrachten,
mehr bergsteigen,
mehr in Flüssen schwimmen.

Ich war einer dieser klugen Menschen,
die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten;
freilich hatte ich auch Momente der Freude,
aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu haben.
Falls du es noch nicht weisst,
aus diesen besteht nämlich das Leben.
Nur aus Augenblicken;
vergiss nicht den jetzigen.

Wenn ich noch einmal leben könnte,
würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen.
Und ich würde mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.
Aber sehen Sie … ich bin 85 Jahre alt und weiß,
dass ich bald sterben werde.

Veröffentlicht unter Geschichten, Persönliches | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar