Blog-Archive

Land der Krater


Vulkane haben Krater, das ist bekannt. Spätestens seit dem mittlerweile zu Berühmtheit gelangten isländischen Eyjafjallajökull. Dass Krater aber auch in Österreich ein Thema sind, ist neueren Datums. Als gestern auf einer Linzer Autobahn ein Loch mit zwölf Metern Durchmesser entstand, fragte sich manch Österreicher, ob das Vaterland denn nun zum Kraterland werde. Seit längerem sind die österreichischen Buckelpisten, die von manchen liebevoll „Autobahnen“ genannt werden, so manchem Fahrzeuglenker verhasst. Entweder, weil die zwei- bis dreispurigen Asphalt-Teppiche auf langen Strecken nur mit 80 km/h befahren werden können, oder weil die Reparaturen am eigenen Fahrzeug durch Schlaglöcher immer teurer werden. Erste Interpretationsversuche des ungewöhnlich großen Autobahnloches waren insbesondere von der „Iniatitive Fahrrad“ zu hören: „Wir vermuten, dass die verschwundenen Milliarden der ASFINAG einfach als Schüttmaterial verbaut wurden. Dass diese 500-Euro Scheine nun nachgeben, wundert uns nicht. Es wäre an der Zeit, dass auch mal Geld für Radler-freundliche Straßen ausgegeben würde.“ Der Verkehrsministerin wäre anzuraten, Österreichs Straßennetz bald auf Vordermann zu bringen, bevor die Diskussion um die Bundeshymne von neuem losgeht: Land der Berge, Land der Kra-a-ter…

(journalistische Übung)

Fünf Fehler beim Kaffee machen


Cappucino mit Schlag? Für einen Italiener ein Schlag ins Gesicht. Aber selbst “un caffé” (ein Espresso) schmeckt in Italien einfach besser. Das hat Gründe. Stefano, mein Italiensch-Lehrer, hat mir verraten, welche fünf Fehler in Österreich und auch in anderen Ländern oft gemacht werden beim Kaffee machen:

1. Die Bohnen: Wer den Geschmack des Endproduktes gleich mal um 20 Prozent verschlechtern will, der lagert die Bohnen in einer lichtdurchlässigen Dose. Für ein perfektes Aroma müssen die Kaffee-Bohnen in einem lichtundurchlässigen Behältnis gelagert werden.

2. Das Mahlen der Bohnen: Um im Kaffeehaus auf Besucheranstürme reagieren zu können, werden die Bohnen oft schon mehrere Stunden vor Gebrauch gemahlen. Das verringert die Güte des fertigen Kaffees nochmals um 30 Prozent. Wer keinen Geschmacksverlust will, der sollte die Bohnen maximal eine halbe Stunde vor dem Herunterlassen mahlen, am besten unmittelbar davor.

3. Der Druck des Wassers: Es gibt ja viele Vollautomaten zur Kaffee-Herstellung. Bei guten (Gastro-)Maschinen lässt sich der Druck händisch regeln. Ideal sind 50 bis 60 bar.

4. Die Temperatur des Wassers: Auch dieser Faktor ist sehr wichtig für den guten Geschmack des Kaffees. Das Wasser soll mit minimal 87 und maximal 92 Grad durchlaufen.

5. Ein Löffel in der Tasse: Der Löffel in der Tasse (beim Herunterlassen oder beim Servieren) verringert die Temperatur des Getränks und mindert die Qualität deshalb.

Um diese 5 Faktoren zu beobachten, ist es eigentlich nötig, dass derjenige, der den Kaffee zubereitet, die Augen nicht von Maschine und Tasse lässt. Und wenn sie mal genau hinschauen, ist das kaum wo so in Österreich. Hierzulande sind wir ja eine große Bandbreite an Interpretationsmöglichkeiten “guten Kaffees” gewohnt. In Italien kennt man da keine Kompromisse. Ein schlechter Kaffee wird nicht bezahlt. Und sollte doch einmal etwas schief gegangen sein, dann kann man mit einer Entschuldigung des Kellners rechnen.

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: